Sollten genesene COVID-Patienten in der Öffentlichkeit eine Maske tragen?

Der Nutzen und die Notwendigkeit, in der Öffentlichkeit eine Mund-Nasenbedeckung zu tragen, besonders wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, sind mittlerweile im wissenschaftlichen Konsens etabliert. Die Mund-Nasen-Bedeckung dient dabei nicht nur dem eigenen Schutz, sondern vor allem dem Schutz der Mitmenschen. Mit einer zunehmenden Zahl an infizierten und genesenen COVID-19-Patienten stellt sich die Frage, ob man auch nach einer überstandenen COVID-19-Erkrankung eine Maske in der Öffentlichkeit tragen sollte.


Eine große Rolle bei der Beurteilung dieser Frage spielt die Immunität der genesenen Personen. Erste Studien zeigten, dass:

  • Eine Infektion mit COVID-19 bis zu ein Jahr lang Immunität vor einer Reinfektion bietet (Baker 2020; Kissler 2020).

  • Diese Immunität scheint in den ersten drei Monaten nach der Infektion am stärksten zu sein und nimmt in der Folge kontinuierlich ab (Kiyuka et al, 2018).

  • Eine Übertragung des Virus durch eine genesene Person, ohne dass diese erneut erkrankt ist, ist allerdings auch möglich ist (Huang et al.,2020).

Es ist also notwendig, auch nach einer Infektion und anschließender Genesung weiterhin die Regeln zu beachten und eine Maske zu tragen, um sich selbst und andere zu schützen.

Hinweis: Aufgrund der Neuartigkeit der COVID-19-Erkrankung ändert sich der Wissensstand täglich.



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