Was macht man im Epidemiologiestudium?

Im Epidemiologiestudium lernt man vor allem, wie man eine Studie planen, durchführen und auswerten muss, um verlässliche Daten daraus zu gewinnen. Die Studierenden werden besonders darin geschult, mögliche Fehlerquellen zu erkennen und – falls es geht – auszuschließen.


Das Curriculum (zu Deutsch: Lehrplan) sieht je nach Universität natürlich unterschiedlich aus. In Mainz beginnen alle mit drei zentralen Modulen:


1. Einführung in die Epidemiologie, Biostatistik und Fertigkeiten

2. Epidemiologische Studiendesigns und statistische Methoden

3. Planung, Durchführung und Analyse epidemiologischer Studien


Nachdem diese drei Module erfolgreich absolviert wurden, können die Studierenden wählen zwischen weiteren Themenbereichen:

  • ­ Epidemiologie chronischer Erkrankungen

  • ­ Epidemiologie von Infektionserkrankungen

  • ­ Diagnostische und Prognostische Studien

  • ­ Fortgeschrittene Methoden in klinischer Forschung und Epidemiologie

  • ­ Strahlenepidemiologie

  • ­ Sozialepidemiologie

  • ­ Therapiestudien und Evidenzbasierte Medizin

  • ­ Versorgungsforschung

  • ­ Pharmakoepidemiologie und Sekundärdatenanalyse

  • ­ Genetische Epidemiologie

  • ­ Krebsregistrierung

  • ­ Prävention und Medizin und Gesundheit

Darüber hinaus werden Datenbankmanagement, Literaturverwaltung, wissenschaftliches Schreiben, kritisches Lesen wissenschaftlicher Literatur und Wissenschaftskommunikation unterrichtet. Außerdem lernen die Studierenden das Arbeiten mit der Software SAS, einem statistischen Auswertungsprogramm. Andere Universitäten verwenden andere Software dafür, zum Beispiel STATA oder R, aber in jedem Fall gehört zu einem Epidemiologiestudium, dass man eines dieser Programme so gut erlernt, dass man selbst komplexe statistische Analysen durchführen kann.


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