Was macht ein Epidemiologe?

Spätestens seit der COVID-19 Pandemie weiß man, dass Epidemiologen bei Infektionskrankheiten zum Einsatz kommen. Doch woran arbeiten Epidemiologen noch?


Ein Epidemiologe ist generell ein Wissenschaftler, der auf dem Gebiet der Epidemiologie arbeitet. Er/sie sammelt Daten über ein bestimmtes gesundheitsrelevantes Ereignis bzw. Vorkommen, die er/sie anschließend auswertet. Dieses Daten können entweder im Labor, durch Befragungen, selbst erhoben werden oder es wird auf bereits erhobene Daten z. B. aus verschiedenen Registern oder von Krankenkassen, zurückgegriffen. Auf Grundlage dieser Daten und den daraus resultierenden Ergebnissen können Epidemiologen Aussagen über Ursachen, Verbreitungen, Folgen, aber auch über Präventionen von Erkrankungen treffen.


Neben der Infektionsepidemiologie, die sich mit der Verbreitung von Infektionskrankheiten befasst, können sich Epidemiologen mit Erkrankungen in vielen anderen Disziplinen beschäftigen. Zu diesen Bereichen gehören vor allem:

  • Pädiatrie

  • Arbeitswelt

  • Ernährungswissenschaften

  • Genetik

  • Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen

  • Krebserkrankungen

  • Umweltmedizin

  • Pharmakologie

  • Neurologie/Psychiatrie

  • Sozialwissenschaften

  • Gerontologie

sowie die Weiterentwicklung von epidemiologischen Methoden. (Übersicht über Arbeitsgruppen: https://www.dgepi.de/de/arbeitsgruppen/)


Das Einsatzfeld von Epidemiologen ist also sehr umfangreich, sodass eine Spezialisierung auf bestimmte Bereiche/Themen sinnvoll erscheint und sich zumeist auch in der Grundlagenqualifizierung widerspiegelt, denn die Epidemiologie ist oft eine Zusatzqualifikation.


Weiter zur Frage: Was macht Ihr eigentlich, wenn gerade keine Epidemie ist?

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